6 Monate später: Samsung Gear S2 Sport im Langzeittest

6 Monate später: Samsung Gear S2 Sport im Langzeittest

Ein halbes Jahr ist es nun her, seit ich die Samsung Gear S2 zu meinem kleinen Kreis an täglichen Begleitern zähle. Vor diesem halben Jahr funkelte oder besser gesagt leuchtete nie eine Uhr an meinem Handgelenk. Leuchten ist ehrlich gesagt sowieso selten nötig, denn das Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung meistens ohne grosse Schwierigkeiten ablesbar.

Heute kann ich mir gar nicht vorstellen, wie es ohne den smarten Begleiter auf dem Handgelenk wäre. Es gab schon Tage, da habe ich die Gear S2 vergessen anzuziehen, aber schon bei der ersten Tasse Kaffee bemerkt, wie der Blick aufs leere Handgelenk schwenkt und so das Fehlen der Smartwatch aufdeckt. Grund für einen Blick zurück auf die 6 Monate mit der Samsung Gear S2 Sport.

6 Monate später: Samsung Gear S2 Sport im Langzeittest

Die Bedienung:

Mit der Bedienung bin ich bis heute immer noch äusserst zufrieden. Die Aktivierungsgeste um die Gear S2 aus dem Standby zu wecken funktioniert hervorragend. Über die letzten 6 Monate lag die Quote für richtig erkannte Handgelenkschwenks bei wohl etwa 98%. Ein fantastischer Wert, wenn man bedenkt, wie oft man bewusst oder unbewusst sein Handgelenk bewegt.

Widmen wir uns der sich drehenden Lünette, ein Geniestreich von Samsung. Es lässt sich fast alles mit der Lünette erreichen, ohne nervige Fingerabdrücke auf dem Display zu hinterlassen. Na gut, ausnahmslos alles lässt sich dann doch nicht erreichen, so muss das Öffnen der Apps mit einem Antippen aufs Display erfolgen. Sobald die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone eingerichtet ist, lässt sich auch die Musik und deren Lautstärke über die Gear S2 Sport steuern. Für mich ein ganz besonderes Feature, denn so muss ich nicht jedes Mal mein Smartphone aus der Tasche graben um einen nächsten Titel anzuwählen.

6 Monate später: Samsung Gear S2 Sport im Langzeittest

Die Akkulaufzeit:

Momentan befinde ich mich im obligatorischen Militärdienst (ja so etwas gibt es in der Schweiz noch), da lässt sich die Uhr kaum noch wegdenken, aber bedeutet gleichzeitig auch einen Extremtest für unseren smarten Begleiter. Sie zählt pro Tag zwischen 18’000 bis 30’000 Schritte, auf den Märschen sogar noch mehr. Die Uhr muss also überdurchschnittliche Aktivitäten aushalten, ist immer aktiv und meistens sogar draussen, also im „Outdoor-Modus“ was dauernd maximale Helligkeit für das Display bedeutet. Obwohl die Displaybeleuchtung der Uhr nicht permanent aktiv ist, wird sie jedoch sehr oft aus dem Standby geweckt, meistens sogar alle 5 Minuten, um zu schauen, wie lange die nächste Pause noch entfernt ist.

WhatsApp Nachrichten werden auch noch ab und zu direkt auf der Uhr beantwortet, je nach Länge der Nachricht. Eine solche Beanspruchung verlangt ihr natürlich deutlich mehr ab als meine Nutzung vor der Militärzeit. Trotzdem steht die Akkuanzeige am Abend bevor ich ins Bett gehe jeweils zwischen 35 – 45%. Also muss sie jeweils zusammen mit dem Smartphone an die Steckdose. Stört eigentlich nicht, zum einen weil das Smartphone über die Jahre und das damit verbundene häufige Aufladen auch mehr zu einem Festnetztelefon mutiert ist und zum anderen, weil die Samsung Gear S2 auf der Wireless Ladestation eine ziemlich gute Figur macht und lästiges Kabel fischen und einstecken damit entfällt. Wem allerdings für ein paar Tage keinen Strom zur Verfügung steht, bleibt die Option die über den Energiesparmodus zum Stromsparer zu erziehen, wobei dann das Display die Akkuladeanzeige und die Telefonfunktionen nur noch in Graustufen anzeigt, während alle andere Funktionen wie Musikplayer, Karten, Schrittzähler oder andere Apps nicht mehr funktionieren.

6 Monate später: Samsung Gear S2 Sport im Langzeittest

Kratzfestigkeit:

Die Uhr ist also perfekt für jegliche Abenteuer und auch den härteren Alltag abseits vom weich gepolsterten Bürostuhl und der Kaffeemaschine meistert sie überraschend gut. Während vieler meiner Kameraden auf zersplitterte Smartphone-Displays schauen, kann ich mein Gerät schonen und die wichtigsten Funktionen über die Uhr steuern. Perfekt! Trotz alledem ist die Uhr nicht total kratzfest, was ich leider vor 2 Wochen spüren musste. Beim unter einem Militärfahrzeug hervorrollen touchierte die Lünette den Asphalt und was einige Kratzer hinterliess (in den Bildern bei 9 Uhr zu erkennen). Die Gear S2 Sport kann also durchaus als robust, aber nicht als komplett kratzfest bezeichnet werden. Eine weitere Schwachstelle die nach einigen Monaten aufgefallen ist, sind die Bandanstösse, die bereits zwei Mal bei der Halterung am Gehäuse ausgerissen sind. Zum Glück sind die Ersatzkosten für Bänder sehr gering und daher stört das nicht weiter.

Fazit nach 6 Monaten intensiver Nutzung:

Samsung hat übrigens während dieser Zeit einige Funktionen per Firmwareupdate nachgeliefert und das Angebot an zusätzlichen Apps, welche die Gear umfassend unterstützen ausgebaut. Alles in allem eine wertvolle Ergänzung zu meinem Android Smartphone, die ich auch nach 6 Monaten nicht mehr missen möchte. Der Akku hat für eine Smartwatch eine sehr gute Laufzeit und das Bedienkonzept ist das momentan intuitivste und beste Konzept für smarte Armbandbegleiter.

Also die beste Smartwatch momentan? Ich sage ja!

1 Kommentar

  • Evo_enthusiast sagt:

    Mit welchem Smartphone nutzt du dein Samsung Gear? Ich interessiere mich auch stark dafür.
    Bin momentan zwangshalber ein Apple Nutzer, da ich einen MacBook Pro, Ipad, Iphone und AppleTV habe. Bin jedoch am überlegen, mein Handy auszutauschen, da der Iphone mir auf dem Sack geht. Die iWatch kommt wegen der Preis-/Leistungsverhältnis nicht in Frage.

    Hoffe auf eine Rückmeldung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.