Audi Sport quattro „Urquattro“

Mit einer Testfahrt im Audi Sport quattro „der Kurze“, der für die FIA-Homologation der Gruppe B benötigt wurde, hat mir Audi während dem Event zum Audi RS3 2015 einen Kindheitstraum erfüllt. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Audi Sport quattro "Urquattro"

Basis des Sport quattro ist bis zur B-Säule die zweitürige Audi-80-Limousine und ab der B-Säule der Audi quattro.

Obwohl der Audi Sport quattro zwar über 7 Jahre älter ist als ich, war er während meiner Kindheit einer meiner „den häng ich in meinem Zimmer auf“-Lieblinge. Besonders „der Kurze“, von dem Audi nur 220 Fahrzeuge für die benötigte FIA-Homologation der Gruppe B produziert hat, war natürlich nach dem legendären Pikes Peak Erfolg mit Walter Röhrl auf Heldenstatus.

Audi Sport quattro "Urquattro"

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 1983 wurde der Sport quattro erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Dezember 1984 begann seine Auslieferung.

Wenn man einsteigen will, fühlt man zuerst die Türgriffe anno 1985 und wird dann überrascht von Anzeigen wie der Ladedruckanzeige, Öltemperatur- und Öldruckanzeige und einem Zugschalter mit Kontrollleuchten für zugeschaltete Differenzialsperren. Bei vielen Sportwagen mit Bj. 2015 vermisst man solche Anzeigen noch immer.

Audi Sport quattro "Urquattro"

Der Motor des Audi Sport quattro erreicht eine Leistung von 306 PS und 350 Nm Drehmoment.

Nach einer weiteren Ermahnung den Turbo erst behutsam warm zu fahren, ging es dann los. Nach ein paar Minuten des Warmfahren dann mal ein erster Vorstoss in die „heisse“ Region. Der K27-Turbolader meldet sich erst bei über 4’000 Umdrehungen zum Dienst. Vorher ist beim Fünfzylinder-Vierventilmotor mit 306 PS und 350 Nm Drehmoment nicht viel los. Dreht man ihn aber über diese magische Grenze hinaus, erntet man das wohl schönste und unverfälschteste Turbofeeling der Welt. Leider konnte ich das „Zischen“ im eingebunden Video oben nicht annähernd so gut einfangen, wie es sich hinter dem Lenkrad anhörte.

Audi Sport quattro "Urquattro"

Der Audi Sport quattro wurde in einer Stückzahl von 220 Einheiten hergestellt, für weitere 4 Exemplare wurden Einzelteile produziert.

Der Turbolader von KKK erlaubt übrigens einen Ladedruck von bis zu 2,04 bar. Klar also, warum Walter Röhrl über die Beschleunigung des Audi Sport Quattro S1 sagt: „Das ist so als ob dir an einer roten Ampel einer mit dreissig Sachen ins Heck kracht“.

Audi Sport quattro "Urquattro"

Der Audi Sport quattro war sogar mit beheizbaren Fahrer- und Beifahrersitzen ausgestattet.

Der Audi Sport quattro wurde ab Dezember 1984 für einen Preis von 195’000 DM angeboten und war somit damals das teuerste deutsche Serienfahrzeug. Heute sind diese Fahrzeuge nicht unter 250’000 CHF zu bekommen, aber für mich jeden Rappen wert. Obwohl die Fahrt im Audi Sport quattro nur sehr sehr kurz war, hat sie sich bei mir tiefer eingebrannt als z.B. der Rennstreckentest mit dem 600 PS Nissan GT-R Nismo und das will etwas heissen!

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