Fahrbericht: Nissan Qashqai 2014 1,6 dCi

Nissan Qashqai 2014 1,6 dCi

Nissan hat seinen Topseller nach mehr als 2 Millionen verkauften Exemplaren gründlich überarbeitet. Ich habe mir den neuen Nissan Qashqai 2014 1,6 dCi genauer angesehen und mich gefragt, ob das neue Design, die sparsameren Motoren und die neue Assistenzsysteme ausreichen, um an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen zu können.

Das neue Aussendesign ist deutlich schärfer und muskulöser, zudem sind die Scheinwerfer deutlich grimmiger als zuvor. Die gestreckte Silhouette lässt den neuen Crossover sehr selbstbewusst und elegant wirken.

Nissan Qashqai 2014

Momentan gibt es 3 Motoren zur Auswahl, ein Vierzylinder-Turbo-Benziner mit 1,2 Liter Hubraum, 110 PS und 190 Nm. Einstiegs-Diesel ist der 1,5-Liter dCi Motor mit 115 PS und 260 Nm. Topmotorisierung ist der von mir gefahrene 1,6 dCi mit 130 PS und 320 Nm. Optional gibt es für den 1,6er Diesel, aber nur mit Frontantrieb, das neue Xtronic-Automatikgetriebe, basierend auf einer stufenlosen CVT-Automatik. Übrigens gibt es den von mir getesteten „All Mode 4×4-i“ Antrieb lediglich für den 1.6 dCi in der Acenta und Tekna Ausstattung. Der Allradantrieb schaltet erst bei Traktionsverlust an der Vorderachse die Hinterachse dazu, das spart Sprit, kann aber über einen Kippschalter auch auf permanent-Allrad umgeschaltet werden.

Nissan Qashqai 1,6 dCi

Die 130 PS und 320 Nm bewegen den 1’600 kg schweren Japaner zwar souverän, allerdings weit weg von sportlich. Lobend ist die hohe Laufruhe, welche besonders auf der Autobahn ein grosser Pluspunkt ist.  Um den Crossover bis Tempo 190 (abgeriegelt) zügig voranzubringen, empfiehlt es sich , die kurz übersetzten Gänge 1 bis 5 (6: lang übersetzter Spargang) schnell durchzuschalten und dabei immer im optimalen Drehzahlniveau zu bleiben. Die elektrische Servolenkung hat zwei Stufen, ich empfehle die Einstellung „Sport“, bei welcher man etwas mehr Rückmeldung spürt. Das Fahrwerk ist sehr komfortabel und dank „Chassis Control Technology“ wird über Bremsimpulse die Spurtreue unterstützt und z.B. bei Bodenwellen, ein Nachwippen unterdrückt.

Nissan Qashqai 2014 Interior

Das Cockpit des neuen Qashqai kommt gut verarbeitet daher und bietet dank Tekna-Ausstattung viele Gimmicks wie NissanConnect mit Around-View-Monitor, Intelligent Key mit Start-/Stopp-Knopf, elektrisch verstellbare Ledersitze und das riesige Panorama-Glasdach. Speziell hervorheben möchte ich das neue optionale Nissan Connect Navigation-System mit 7 Zoll Display, welches sehr intuitiver Bedienung sowie schöner Darstellung alle relevanten Infos punktet. Negativ empfand ich die elektronische Parkbremse, die nur sehr träge reagiert und beim lösen jedesmal die Frage aufwirft, warum man perfekte Dinge wie die traditionelle Handbremse weiter verbessern will.

Nissan Qashqai elektrische Parkbremse

Serienausstattung bei der Tekna-Ausstattung sind auch neue Fahrerassistenz-Systeme, beginnend beim sehr gut funktionierenden Fernlicht-Assistent, über einen autonomen Notbrems-Assistent, sowie Verkehrszeichenerkennung und passivem Spurhalte-Assistent. Das NISSAN Safety Shield ist zwar optional, allerdings sehr nützlich, da es einen Totenwinkel-Warnsystem, einen Müdigkeitssensor und einen intelligenten Einpark-Assistent umfasst.

Nissan Qashqai LED

Mein Fazit? Je länger ich mit dem neuen Nissan Qashqai unterwegs war, desto mehr wurde mir sein Erfolg vor Augen geführt. Aussen ist er ein dynamischer Crossover (mit dem man übrigens auch off-road viel Spass haben kann) und innen ein angenehmer und vor allem praktischer Begleiter für die urbane Familie. Der Verbrauch mit durchschnittlich 5,4 Liter Diesel ist in Ordnung für meinen Fahrstil. Der Grundpreis für den Nissan Qashqai liegt bei 24’790 CHF, das Testfahrzeug mit der Tekna-Ausstattung und diversen Extras war liegt bei 44‘180 CHF.

Unsere Bewertung

7 Motor

7 Fahrwerk

7 Getriebe

7 Dynamik / Fahrspass

8 Emotionalität

8 Innenraum

8 Bedienung

7 Sitzposition

8 Verbrauch

8 Anschaffungspreis / Aufpreisliste

1 Kommentar

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