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Fahrbericht: Skoda Superb Combi 4×4 2.0 TSI 280

Fakt ist, dass 90% der Skoda-Interessenten, sich gegen die Limousine und für einen Kombi, wie z.B. den Skoda Superb Combi 4×4 2.0 TSI 280 entscheiden. Ein kleines Geheimnis können wir vorab schon lüften: Es ist die richtige Entscheidung. Wir haben den neuen Skoda Superb 2.0 TSI 4×4 mit 280 PS getestet, wie er wohl abschneidet?

Skoda Superb 4x4 2,0 TSI 2

Es wird Zeit, sich selbst eine Meinung über den neuen Skoda Superb zu bilden. Los gehts. Der Schlüssel des Superbs wirkt überarbeitet, er fällt nun kleiner aus und das eigentliche Metallstück mit Bart (auch Schwert genannt), welches sich per Knopfdruck ausfahren lies, verbirgt sich nun im Inneren des Schlüssels. So kann er über die gesamte Nutzung in der Hosentasche verbleiben. Das muss er auch, denn ein Schlüssel-Schacht gibt es im neuen Skoda Superb nicht. Stört uns das? Nicht wirklich. Der Start-Stop-Button befindet sich dort, wo die meisten Fahrzeuge ihr Zündschloss haben, nämlich rechts unter dem Lenkrad. Kurz betätigt, springt der 2.0 TSI, welcher auch im Seat Leon Cupra 280 verbaut wird, ohne grosse Klangkulisse an.

Leider muss ich gestehen, dass der 2.0 TSI nicht die beste Wahl für den Superb ist. Ein 3.0 TDI oder zumindest ein 2.0 TDI wäre viel passender. Warum? Zum Einen spricht der Dieselmotor für Langstrecken, wofür der Superb eigentlich gebaut wurde und zum Anderen wäre der Diesel besonders aus dem Stand noch etwas dynamischer. Aber genug der Wünsche, denn die Ausstattung in unserem Testwagen lässt kaum noch Bedürfnisse offen, von ACC über DCC zum Parkassistenten, ist wirklich alles an Bord.

Skoda Superb 4x4 2,0 TSI 7

Das Getriebe ist ein 6-Gang DSG, welches über einen 4×4-Antrieb die Antriebskraft an die Räder leitet. Über das Doppelkupplungsgetriebe welches in den meisten Fahrzeugen der Volkswagen Gruppe verbaut wird, kann man wirklich kein schlechtes Wort verlieren. Es macht seine Arbeit mehr als perfekt. Im Comfort-Modus passt es hervorragend zum Superb. Man spürt man keinen Schaltvorgang und es fühlt sich sehr gediegen und entspannt an. Das DCC ist auf jeden Fall eine „obligatorische“ optionale Sonderausstattung. Im Comfort-Modus schwebt es sich wie auf Wolken. Natürlich bin ich noch nie auf Wolken eine OneMoreLap gefahren, aber genau so stelle ich mir das vor.

Im ECO-Modus lässt es sich nochmals einen Level höher schweben, denn sobald es etwas bergab geht oder man keinen Vortrieb benötigt, wird das Doppelkupplungsgetriebe ausgekuppelt und somit rollt der Superb nur noch vor sich her. Das ist benzinsparend und die sonst schon sehr zurückhaltende Geräuschkulisse sinkt noch mehr. Aber genug der Entschleunigung. Im Sport-Modus wird alles härter und man spürt mehr vom Asphalt, obwohl die Bewegungen des Chassis erahnen lassen, dass es dem grossen Tschechen mehr um Komfort als um Sport geht. Trotzdem beisst das 2.0 TSI-Triebwerk im Sportmodus härter und erklimmt die Drehmomentkurve zügiger und williger.

Skoda Superb 4x4 2,0 TSI 3

Das 2.0 TSI-Triebwerk stammt aus dem VW Golf VII R und seinem Bruder dem Audi S3. Für den Einsatz im Skoda Superb Combi 4×4 wurde es etwas gedrosselt und leistet nun 280 PS (bei 5’600 U/min) und stellt ein Drehmoment von 350 Nm bei (1’700 U/min) zur Verfügung. So fühlt sich das Triebwerk weniger aggressiv und bissig, als zum Beispiel im gleich-starken Seat Leon ST Cupra, an. Das passt super zum unaufgeregten Charakter des Superb.

Wer ganz dringend zum nächsten Termin muss, kann ihn bis kurz vor 7’000 U/min hochjubeln. Aber bitte erst wenn der Motor auf Betriebstemparatur ist. So treibt man den Superb in nur 5,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Begrenzt wird der Tscheche erst bei 250 km/h. Aber cruisen kann er definitiv viel besser als rasen.

Skoda Superb 4x4 2,0 TSI 4

Der Innenraum des Superb wirkt hochwertig und die Tasten und Knöpfe sind für mich genau an der richtigen Stelle platziert. Die Sitze sind vielfach elektrisch verstellbar, bieten guten Langstreckenkomfort und genügend Seitenhalt. Das Platzangebot ist riesig, egal ob vorne, hinten oder im Kofferraum (bei Bedarf bis zu 1’760 l). Also alles was sich der pragmatische und gross-gewachsene Skoda-Fahrer wünscht. Das BOLERO, nein damit ist nicht der spanische Tanz gemeint, sondern das serienmässig im Skoda verbaute Multimediasystem konnten wir leider nicht testen, da bei uns das optionale COLUMBUS System an Bord war. Es arbeitet schnell, reagiert sofort und das hochauflösende, 6,5 Zoll grosse Display ist gut abzulesen, ob Tag oder Nacht. Dank Android Auto und Apple CarPlay unterstützt es Android sowie Apple Geräte bestens und sorgt für perfekt funktionierende Konnektivität.

Skoda Superb 4x4 2,0 TSI

Der Superb durfte das grosse digitale Instrumentenbrett auch „Virtual Cockpit“ bekannt aus dem neuen VW Passat oder dem TT nicht übernehmen. Man will ja dem neuen Passat nicht noch mehr Käufer abgewinnen. Dafür bietet unser Testwagen ein hervorragendes Canton Lautsprechersystem. Im Dunkeln zieht sich eine grüne Linie von den Türen durch das Armaturenbrett bis zu den Rücksitzen und gibt dem Skoda ein junges und modernes Flair. Der grosse Wohlfühlcharakter im Innenraum trägt dazu bei, dass man nicht mehr „nur einen Skoda“ fährt. Aber mehr dazu später im Fazit. Nette und praktische Features sind der eingelassene Skoda Regenschirm in den Vordertüren sowie der Eiskratzer im Tankdeckel, der besonders bei winterlichen Verhältnissen sehr nützlich sein kann.

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Unser Fazit zum Skoda Superb Combi fällt gut aus. Im Superb fühlt man sich auf Anhieb zu Hause und Langstrecken sind sehr angenehm. Durch das aufpolierte Image von Skoda und dem dynamischeren Design vom Superb müssen Firmenfahrer nun auch nicht um ihren Status fürchten, sondern gehen als clevere Preis/Leistungsausschöpfer durch. Mit einem grösseren, noch etwas stärkeren Dieseltriebwerk könnte der Superb definitiv zum Schreck der Premium-Mittelklasse werden.

Skoda Superb 4x4 2,0 TSI 6

Unser tschechischer Begleiter hat sich in unserem Testzeitraum mit 9,2 Liter pro 100km relativ durstig gezeigt. In der Style Edition mit dem 2.0 TSI 280 PS Motor, DSG und Allradantrieb kostet der Superb in der Basisversion CHF 46’440. mit den verbauten optionalen Ausstattungen kommt man auf einen überschaubaren Preis von CHF 57’540.

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1 Kommentar

  1. Na ja, dass der Diesel im Stand besser da steht ist eine für ,ich unverständliche Wendung. Und nur ’ne 6 für den Zwei-Liter nicht ganz nachvollziehbar. Grüße in die Schweiz…

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