Lamborghini Werksbesichtigung

Die Lamborghini Werksbesichtigung in Sant’Agata Bolognese ist eine meiner schönsten Erlebnisse bisher. Dabei zu sein, wenn automobile Träume Wirklichkeit werden ist einzigartig, besonders in Verbindung mit der spannenden Geschichte dieser Marke.

Doch ich beginne am besten ganz vorne, mit einem Mann namens Ferruccio Lamborghini, der 1916 im Zeichen des Stiers geboren wurde und nach dem zweiten Weltkrieg eine Traktorenfabrik aus der Taufe gehoben hat und mit dieser Massstäbe setzte. Kurz vor seinem 50. Geburtstag verkündete er, einen Supersportwagen bauen zu wollen und stiess so auf viel Unverständnis.

Lamborghini 350 GTV

Lamborghini 350 GTV

Das erste Modell war naturgemäss schnell fertiggestellt, denn zwischen Lamborghinis Entschluss, die Fabrik zu bauen, und dem Datum, das er für die offizielle Präsentation genannt hatte, lagen nur wenige Monate. So entstand der erste Lamborghini, ein zweitüriges Coupé mit dem Namen Lamborghini 350 GTV. Bei seiner Präsentation im Oktober 1963 befand sich übrigens, anstelle des Motors lediglich eine Kiste mit Bauschutt unter der Motorhaube.

Der 350 GTV war weder in technischer noch in stilistischer Sicht geeignet, in Serie produziert zu werden. Daher wurde sowohl die Technik als auch das Äussere umfangreich überarbeitet und so entstanden der 350 GT und später der 400 GT, von denen bis 1968 120 (350 GT) bzw. 247 Exemplare (400 GT) gebaut wurden.

Mehr über die Historie von Lamborghini und die späteren Modelle kann man im Museum sehen, bzw. lesen. Für mich gab es im Museum neben dem Lamborghini 350 GT auch noch weitere Highlights, wie der Lamborghini Countach, Miura P 400 SV, Diablo 6.0 SE, Miura Concept, LM 02 oder den Reventon.

Die Werksbesichtigung war für mich gleichzeitig auch der erste Kontakt mit dem neuen Lamborghini Huracán LP 610-4 und ich bin sehr sehr sehr positiv begeistert von diesem R8 V10 im italienischen Massanzug. Bei Lamborghini werden übrigens keine Roboter eingesetzt, sondern alle Teile von Hand montiert. Dazu gibt es verschiedene Stationen mit vordefinierten Arbeitsabläufen und an der Decke einen Countdown, der signalisiert wann das Auto zur nächsten „Station“ weiterfährt.

Line countdown

Da bei diesen wunderschönen Linien, dem legendären V10-Triebwerk und den sinnlichen Materialen, Bilder einfach besser wirken, zeige ich euch hier gerne ein paar Eindrücke aus der Produktion:

Und fertig ist das Geschoss mit 610 PS bei 8.250 U/Min, einem Drehmoment von 560 Nm bei 6.500 U/Min und einer Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h:

Lamborghini Huracán LP610-4

Wer nun heiss auf einen Besuch bei Lamborghini ist, kann das an der Via Modena 12, I-40019 Sant’Agata Bolognese (BO) gerne machen. Das Museum ist offen von Montag bis Freitag (exkl. Feiertage) jeweils von 10:00 – 12:30 Uhr und von 13:30 – 17:00 Uhr. Der Eintritt ins Museum kostet € 13,00 pro Person und € 10,00 pro für Studenten, Soldaten, Personen über 65 Jahre, Gruppen von mehr als 20 Personen oder Begleitpersonen von Menschen mit körperlicher Behinderung.

Ich träume nun davon den Lamborghini Huracán LP610-4 einem Fahrbericht unterziehen zu können, nachdem ich nun miterleben konnte, wie aus einem Haufen Einzelteile und einer Karosserie ein automobiler Traum entsteht.

Foto Automobili Lamborghini esterno fabbrica dopo la ristruttura

2 Kommentare

  • René Fischer sagt:

    Hallo Andreas

    ich werde die nächste Woche das Lamborghini Werk – Museum besuchen.
    Würde das gerne mit einer Testfahrt verbinden. Kannst du evtl. eine Empfehlung abgeben?

    Gruss René

    • Andreas Ringli Andreas Ringli sagt:

      Lieber René, herzlichen Dank für deinen Kommentar. Leider können wir dir nicht mit einer Empfehlung weiterhelfen, da unsere Kontakte vor Ort leider versiegt sind. Aber wenn du vorab anrufst und deutliches Interesse klar machst, stehen deine Chancen gut. Beste Grüsse und viel Spass. Andreas

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