Neuvorstellung: Ferrari 488 GTB

Ferrari 488 GTB
oben hinten

Ferrari zeigt den neuen Ferrari 488 GTB mit 670 PS (492 kW), der seine Premiere auf dem Genfer Salon (5. bis 15. März) feiern wird. Er ist nach dem California T das nächste „Cavallino rampante“, welches mit Turbomotor kommen wird.

Ferrari 488 GTB

Der neue Ferrari 488 GTB in der Frontansicht.

Äussserlich ähnelt der Neue bis auf die zusätzlichen Lufteinlasskanäle bei den hinteren Kotflügeln noch dem 458, hinter beiden den Sitzen kommt nun aber der aus dem Frontmotor-Cabrio bekannte 3,9-Liter-Biturbobenziner zum Einsatz, der den noch 4,5 Liter grossen Sauger des Vorgängers in fast jeder Beziehung alt aussehen lassen soll.

Ferrari 488 GTB

Die Leistung wurde dank Turboaufladung auf 670 PS gesteigert.

Zunächst einmal bei der Leistung: Die wächst um 100 PS, das Drehmoment legt sogar um 210 Nm auf 760 Nm zu. Entsprechend besser sind die Fahrleistungen: Der Spurt auf Tempo 100 wird in nur 3 statt 3,4 Sekunden gelingen, weitere 5,3 Sekunden später soll die 200er-Marke erreicht werden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit jenseits der 330 km/h angegeben (458: 325 km/h). Weiterer Effekt der Turboaufladung: Durch den geringeren Hubraum sinkt der Normverbrauch von 13,3 auf 11,4 Liter.

Ferrari 488 GTB

Wird es keine Ferrari-Motoren ohne Turboaufladung mehr geben in Zukunft?

Bei der Verbrauchsreduzierung spielt auch die überarbeitete Aerodynamik eine Rolle. Dabei ging es aber nicht vordringlich um einen reduzierten Luftwiderstand, sondern um grösseren Abtrieb. Dafür sollen neben den neuen Einlasskanälen vor den Hinterrädern grössere Lufteinlässe und eine doppelte Spoilerlippe an der Front, ein neuer Unterboden und ein Diffusor mit aktiven Luftleitelementen sorgen. Auch bei der Elektronik haben die Italiener nachgelegt. So ist der Drift-Assistent nun stärker mit Differenzial und aktivem Fahrwerk vernetzt. Im Cockpit gibt es ein neues Infotainment-System und neue Instrumente.

Ferrari 488 GTB

Für eine gute Aerodynamik sorgt unter Anderem ein Diffusor mit aktiven Luftleitelementen.

Der 488 GTB ist auch eine Reaktion auf die neue Konkurrenz in Person des McLaren 650S, der ein sehr ähnliches Motorenkonzept mit kleinem Hubraum und zwei Turboladern verfolgt, mit 477 kW/650 PS aber knapp unter dem Leistungsmaximum des Ferrari bleibt. Zu den weiteren Wettbewerbern des Italieners zählen Lamborghini Huracan, Audi R8 und Porsche 911 Turbo. Beim Preis dürfte sich der Ferrari mit wohl deutlich über 250’000 Fr. an die Spitze setzen.

Ferrari 488 GTB

Innen wurden viele Elemente eingesetzt, die an ein F1 Cockpit erinnern sollen.

 

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