Team Schirmer und der Schirmer M2 GT

Aufbauend auf der Faszination, die unser Serien-M2 ausübt, haben wir Team Schirmer samt deren M2 GT besucht und dabei Einblick in die faszinierende Welt eines Rennwagen- und Tracktool-Herstellers bekommen. Doch von vorne:

Ein kalter und nasser Tag in der Nähe des Nürburgrings. Nur einige hundert Meter entfernt findet die Rallye Köln-Ahrweiler statt. Wir parken vor einer unscheinbaren Halle mit dezentem „Team Schirmer“-Logo und treten ein.

Auf den ersten Blick gibt es viele Parallelen zu einer BMW Werkstatt mit gut situierten Kunden, deren Hang zum M-Fahrzeug geht. Erst der zweite Blick offenbart, dass hier nur wenige Fahrzeuge „normale“ M-Modelle sind. Oft sind es streng limitierte GTS-Versionen oder sogar „hauseigene“ Tracktools, die hier gebaut oder gewartet werden. Das zeigen auch die verwendeten Komponenten, die nicht mehr von BMW kommen, sondern rennsporterprobte High-Performance Teile sind, was Logos von Pirelli, Ronal, Drechsler oder Nitron verraten.

Diesen Verdacht bestätigt auch Tom Schirmer, der Team Schirmer im November 1993 gegründet hat und sich seitdem einem extrem hohen Level an Performance und Langlebigkeit verschrieben hat. Seit 1996 auch als Rennteam aktiv, hat er im selben Jahr auch den Schritt zum zertifizierten Kleinserienhersteller gewagt und baut seither auf Kundenwunsch Rennwagen oder Tracktools mit TÜV-Zulassung. Möglich macht das unter anderem auch die Lizenz als Käfighersteller, die er seit 2010 innehat.

Strassenautos und Renneinsatz funktionieren nicht? Tom lacht kurz auf, zieht an seiner Zigarette und erzählt uns von den erstaunten Gesichtern seiner Konkurrenten, als er nach einem RCN Sieg die Nummernschilder an den „Rennsieger“ geschraubt hat und dank uneingeschränkter Strassenzulassung damit nach Hause fahren konnte.

Am Beispiel des aktuellen Schirmer M2 GT sehen wir, wie aus einem normalen BMW M2 ein reinrassiger Rennwagen geworden ist. Auf Kundenwunsch oder nach Verfügbarkeit wird entweder ab Rohkarrosse neu aufgebaut oder ein bestehendes Fahrzeug in seine Einzelteile zerlegt und modifiziert. Keine Schraube bleibt dabei unangetastet. Nur so kann Team Schirmer auch Garantie auf die Fahrzeuge im Renneinsatz geben – eine grosse Ausnahme in der Branche.

Für den Schirmer M2 GT lag der Fokus auf einem schnellen und problemfreien Einsatz in der VLN Klasse SP8T. Die Leistung ist von 370 PS auf „nur“ 420 PS angewachsen, dafür aber gut dosierbar. Umfangreiche Änderungen an Stabilisatoren, Dämpfern, Reifen und Lenkungswinkeln und natürlich eine strenge Diät machen Rundenzeiten von 8.43 Minuten in der VLN möglich.

Für Tom Schirmer bleiben die Fahrbarkeit, die Rückmeldung vom und das Vertrauen zum Fahrzeug im Mittelpunkt. Seine Fahrwerksabstimmungen sind in der ganzen Welt berühmt und bei Gegnern im Renneinsatz auch weltweit gefürchtet. Das bestätigt auch Patrick Schmidt, der mit seinem Schirmer M3 V8 GT E92 zwar keine Rennen fährt, dafür aber viele Trackdays und Touristenfahrten:

Der Schirmer M3 hat mich durch seine perfekte Abstimmung zu einem besseren und vor allem schnelleren Fahrer gemacht.

Überlässt man Team Schirmer ein Mehrfaches des ursprünglichen Listenpreises eines M-Fahrzeugs und verzichtet ausserdem auf Mitspracherechte bei der Komponentenwahl, bekommt man ein perfekt abgestimmtes, verdammt schnelles und unter Garantie stehendes Rennfahrzeug oder eben einen Rennwagen mit Strassenzulassung. Aber auch, wer nur sein Fahrwerk für den Ring vertrauenswürdiger abstimmen lassen will, kann das bei Team Schirmer machen. Mehr Informationen gibt es unter https://www.team-schirmer.com

Ein Video von YouTubber „Gumbal“ zeigt den Schirmer M2 GT in Aktion:

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