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Kurztest: Ford Fiesta ST200

Der Ford Fiesta ST200 wird als momentaner König der kleinen Knallbüchsen gehandelt. Grund genug für uns, das 40-Jahre-Fiesta Jubiläum mit einem „One More Lap“-Kurztest zu feiern. Also rein in das Gestühl und los.

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Hinter der grauen Lackierung, warten spezielle Recaro-Sportsitze und ein kurzer Druck auf den Startknopf hinter dem Lenkrad lassen den 1.6 Liter grossen Vierzylinder mit Ecoboost erwachen. Er leistet stramme 200 PS, dank kurzzeitigem Overboost sind sogar 215 PS und 320 NM Drehmoment möglich. Interessant: Die Mehrleistung im Vergleich zum nicht limitierten ST wird durch eine Software-Änderung hervorgerufen. Angetrieben werden nur die vorderen Räder.

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Die aktive Fahrdynamikregelung Enhanced Torque Vectoring Control (ETVC) hilft, die Power praktisch ohne Traktionsprobleme auf den Boden zu bringen. Das kennen wir auch von anderen Fahrzeugen, der Schlüssel zum Fahrspass im ST200 sind jedoch Bremseingriffe, die dann das Heck miteindrehen lassen, so dass man das Fahrzeug, wenn gewollt, mit einem Hauch Übersteuern in die Kurve fahren kann. Unterhaltsam, aufregend und genau das, was Käufer von sportlichen kleinen Spasswagen erwarten. Eigentlich könnten wir den Artikel jetzt abschliessen, da der Fahrspass im ST200 belegt ist. Doch da ist noch mehr und leider nicht nur positives.

Kurztest: Ford Fiesta ST200

Kurzer Stopp. Wir haben Zeit den Testwagen von aussen zu betrachten. Die Sonderlackierung Storm Grey in Kombination mit den schwarzen Alufelgen gefällt mir wirklich sehr gut, der grosse Heckspoiler strahlt Sportlichkeit aus und auch das freche Fiesta-Gesicht vorne gefällt mir sehr gut. Die rot lackierten Bremssätteln setzen einen netten Kontrast und das Gesamtpaket wird durch den in Wagenfarbe lackierten Diffusor abgerundet.

Kurztest: Ford Fiesta ST200

Zurück im Auto sind die schon oben erwähnten Sportsitze von Recaro das Highlight, sie bieten guten Seitenhalt und sind trotzdem sehr bequem. Für grossgewachsene Menschen dürften Sie allerdings eine etwas tiefere Sitzposition bieten. Weiter gibt es diverse ST200 Logos, etwas Leder an der Mittelkonsole ansonsten ist der Innenraum karg, die Bedienung des Infotainmentsystems umständlich und ein unnötiger Herd der Ablenkung durch zu viele und zu eng angeordnete Knöpfe.

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Am besten schaltet man alles aus und konzentriert sich auf den Fahrspass. Denn das kann der ST200 richtig gut. Extrem knackige Handschaltung, zweistuftig-abschaltbares ESP, sehr direkte Lenkung, fest-zubeissende Bremsen und das sehr straffe Fahrwerk. Das Fahrwerk ist für den Alltagsgebrauch fast zu hart. Wir lassen jetzt den Spruch mit den Harten und dem Garten einfach mal sein.

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Begeben wir uns auf Spurensuche. Wo stecken die geänderten Details im Vergleich zum normalen ST? In der limitierten ST200 Version wurden kürzere Lenkarme sowie spezielle Achsschenkel verbaut, die sorgen für das besonders agile Einlenkverhalten. Weiter gibt es zahlreiche Fahrwerks-Modifikationen wie zum Beispiel die um 27 Prozent steifer ausgelegte Federung an der Hinterachse, sowie dem neuen Querstabilisator. Letzterer hat einen Durchmesser von nun 21 statt wie bislang 19 Millimetern. Hinzu kommen entsprechend angepasste Stossdämpfer-Raten und verkürzte Federn.

Kurztest: Ford Fiesta ST200

Alles in allem muss man sagen, dass das Auto gelungen ist, der Fahrspass ist gross und zaubert einem immer wieder ein Grinsen ins Gesicht. Wer ungefilterten Fahrspass sucht und nicht viel auf den Innenraum und die Bedienung gibt, der sollte sich bemühen, ein Exemplar der auf 500 Stück limitierten Fiesta ST200 zu bekommen.

Der Basispreis in der Schweiz liegt bei CHF 29`000.

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