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Skoda Euro Trek 2019: Skoda Karoq Scout 4×4 Offroad

Albanien – ein Land abseits unserer täglichen Wahrnehmung. Hier fand in diesem Jahr der „Skoda Euro Trek“ statt. Blick zurück: Wir sind schon 2015 eine Etappe des Euro Trek mitgefahren, allerdings mit einem Skoda Yeti und waren begeistert von der #OneMoreLap über Stock und Stein. Nun also quer durch Albanien bis nach Korfu mit dem neuen Skoda Karoq Scout.

Empfangen von strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen betreten wir Ende Oktober das Rollfeld des Flughafens in Tirana, der Hauptstadt Albaniens. Nach der Einreise dann der Erstkontakt mit der Reisegruppe: Vor dem Terminal stehen Sie in Reih und Glied, frisch gewaschen und foliert – 13 Karoq Scout in markantem Offroad-Look mit Dachgepäckträger und darauf festgezurrtem Ersatzrad.

Doch Moment, erstmal ein paar Fakten zum Reiseland: Albanien wurde in der Vergangenheit von verschiedensten Kulturen geprägt. So sind unter anderem illyrische, römische, osmanische oder auch italienische Einflüsse im ganzen Land wahrnehmbar. Besonders trifft dies auf die Hauptstadt Tirana zu, in der etwa ein Viertel der Albaner beheimatet ist.

Hier vermischen sich allerlei Einflüsse zu einem bunten Miteinander. Nach dem zweiten Weltkrieg dann ein grober Einschnitt. Unter Enver Hoxha hat der Kommunismus das Land jahrzehntelang fest im Griff. Die Kommunisten verwehrten der Bevölkerung jeglichen Besitz, so auch private Fahrzeuge. Allein hochrangigen Funktionären war es vorbehalten, einen der etwa 3.000 Dienstwagen zu nutzen.

Zurück in die Gegenwart: Vom Flughafenparkplatz dirigiert uns das Führungsfahrzeug durch das Herz der Hauptstadt. Auf der Strasse herrscht die pure Anarchie. Wer nicht den Mut besitzt, sich in jede noch so kleine Lücke zu drängen, bleibt buchstäblich auf der Strecke.

Zweispurige Stadtautobahnen werden problemlos als fünfspurig angesehen, Fahrbahnränder und angrenzende Grünstreifen als Verkaufsfläche oder Viehweide genutzt. Fensterputzende Jungs sowie Mädchen mit Bauchläden, in denen sich frische Backwaren verbergen, drängen sich mitten auf die Fahrbahn.

Als wir das Stadtzentrum verlassen, geht es zügiger voran. Der 190 PS starke Zweiliter-Diesel und das Doppelkupplungsgetriebe des Karoq machen Freude, besonders auf der erstaunlich guten Asphaltstrecke. Schliesslich fahren wir ab und erreichen eine schmale Bergstrasse, die uns zur Burg Petrelë aus dem fünften Jahrhundert führt.

Der Kurvenreichtum der Strasse lädt uns ein, den Fahrmodus im Karoq auf „Sport“ zu stellen. Die Schaltwippen am Lenkrad ermöglichen dabei durchaus eine sportliche Fahrweise, der verbaute Soundgenerator lässt meinen Beifahrer und mich beim beherzten Tritt aufs Gaspedal allerdings schmunzeln.

Von der Burg aus starten wir endlich in die lang ersehnte erste Offroadetappe und zwängen uns auf eine rudimentäre Schotterpiste. Grobe Steine und tief ausgewaschene Rinnen prägen den langsam steiler werdenden Aufstieg. Schon nach wenigen Minuten erinnert nichts mehr an das Durcheinander der hinter uns liegenden Hauptstadt. Alles, was wir nun zu Gesicht bekommen, sind Täler, Berge und Olivenbäume soweit das Auge reicht – einige von ihnen bis zu 3.800 Jahre alt.

Weitläufig sind diese über die Landschaft verteilt, umringt von Sträuchern, vertrockneten Farnen und Gräsern, unter ihnen weidende Schafe und Ziegen. Immer wieder säumen Zitronen- oder Granatapfelbäume mit handtellergrossen Früchten unseren Weg. Die Offroadetappe endet nach etwa zwei Stunden mit einem atemberaubenden Sundowner oberhalb unseres Zielortes Elbasan. Hier beziehen wir unsere Hotels und essen an der römisch-osmanischen Stadtmauer zu Abend.

Elbasan war einst die Industriemetropole des kommunistischen Albaniens. Hier entstand ein gigantisches Stahlwerk mit rund 12.000 Mitarbeitern, von dem heute allerdings nur noch ein beeindruckender „Lost-Place“ übrig ist. Ruinen scheinen in Albanien ohnehin einen besonderen Stellenwert zu besitzen – insbesondere Bauruinen. Von ihnen findet man tausende im Land. Oft mehrstöckige Gebäude, die nach der Rohbauphase einfach sich selbst überlassen wurden.

Am nächsten Morgen brechen wir mit dem ersten Tageslicht auf und passieren zahlreiche Wildflüsse sowie den Stausee Banjë, welcher eine hochmoderne Wasserkraftanlage speist. Bemerkenswert: Albanien bezieht 95% des Stroms aus Wasserkraft und besitzt ausserdem grosses Potenzial für Wind- und Solarenergie. Potenzial ist ohnehin ein Schlüsselwort, betrachtet man das Land als Ganzes. Neben einer jungen offenen Bevölkerung und touristisch sehr reizvollen Gegenden besitzt Albanien zum Beispiel grosse Ölvorkommen.

On- und offroad geht es weiter nach Berat, der über 2.400 Jahre alten „Stadt der 1.000 Fenster“ – UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einem kurzen Mittagsstopp begeben wir uns zur Osum-Schlucht, dem „Grand-Canyon“ Albaniens. Dort startet die nächste Offroadetappe. Nun kann der kleine Bruder des Kodiaq mit seiner modernen Allradtechnik nochmal zeigen, was in ihm steckt – denn die Passage hat es in sich. Dank seines elektronisch geregelten Allradantriebs ist ein Traktionsverlust selten zu beklagen und die Kraft landet stets dort, wo sie gebraucht wird.

Der „Offroad-Modus“ ermöglicht es dem Fahrer zudem, einen Grossteil der Arbeit dem Auto zu überlassen und sich getrost der wunderschönen Landschaft zu widmen. Das einzige Manko des Karoq ist die recht geringe Bodenfreiheit. Bei so mancher Fahrrinne kratzt es doch sehr am optional erhältlichen Unterbodenschutz, der immerhin Schlimmeres verhindern kann. Der Tag endet schliesslich im Touristenort Gjirokastra mit einem Raki unter freiem Himmel.

Der letzte Reisetag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück typisch albanischer Manier. Frisches Brot, Weichkäse von Kuh und Schaf, Oliven, Tomaten, frischer Joghurt und viele weitere Köstlichkeiten stärken uns für die Fahrt. Wir starten wie gewohnt im Skoda-Gänsemarsch und passieren erneut beeindruckende Landschaften, urtümliche Märkte sowie alte Bauernhöfe und sammeln weitere Eindrücke eines unterschätzten Landes.

Nach der finalen Offroadetappe erreichen wir den südlichsten Ort Albaniens, die Hafenstadt Sarandë, wo wir mittels einer kleinen Fähre nach Korfu übersetzen. Dort betreten wir erstmals griechischen Boden. Und auch wenn Griechenland nicht gerade das wohlhabendste Land der EU ist, liegen zwischen ihm und Albanien wohl Welten. Der Anblick von Ampeln macht mir klar, dass ich auf unserer gesamten Reise durch Albanien nicht eine einzige gesehen habe. Irgendwie bemerkenswert.  

Was bleibt also?
Die Idee, den Skoda Karoq für die Freizeit-Abenteurer zu positionieren wirkt rund, der Karoq Scout mit 190 PS passt dazu fantastisch. Der Euro Trek, der aufzeigt, wie geländetauglich ein SUV-Modell sein kann, wenn er mal darf, gefällt noch viel mehr. So legen wir sehr gerne eine Extrarunde (OneMoreLap) über Stock und Stein ein.

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