#RoadToElba: Nissan 370Z Nismo 2015 & BMW M235i M Performance

Der #RoadToElba Trip mit dem Nissan 370Z Nismo 2015 und dem BMW M235i M Performance zusammen mit unseren Freunden vom EVOCARS Magazin und GetOutAndDrive.de ist nach dem #NismoRoadtrip und dem #FtypeRoadtrip der wohl bisher beste Road Trip bislang.

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#RoadtoElba war der erste gemeinsame Roadtrip von OneMoreLap.com, GetoutandDrive.de und Evocars-Magazin.de.

Dieses Mal hat einfach alles gepasst, Wetter, Route, Asphaltbeschaffenheit, Begleitung, Reiseziel und natürlich die Fahrzeuge. Doch dazu später mehr.

Unsere Reise startet in Schaffhausen, von wo aus wir über Chur den Bergen entgegen fahren. Da viele Pässe noch schneebedeckt oder sogar gesperrt sind, fahren wir über den Julier- und den Berninapass. Beide sind schon völlig frei von Schnee, bestechen mit vielen Kurven, wenig Verkehr (zu dieser Jahreszeit) und einem herrlichen Alpenpanorama. Es empfiehlt sich noch in Poschiavo oder Brusio zu tanken, da in Italien die Treibstoffpreise (ausser Diesel) höher sind als in der Schweiz.

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Mit dem Nissan 370Z Nismo über den Julier- und den Berninapass.

Die Grenze überquert geht es in Italien dann über die Schnellstrasse (wortwörtlich) von Tirano bis nach Poletto, von wo aus die Abzweigung über Stazzona führt und man da die breiten und gut ausgebauten Strassen gegen schmale und verwinkelte Strassen mit vielen Haarnadeln eintauscht. Wunderbares Kontrastprogramm.

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#RoadtoElba: Der BMW M235i mit diversem M Performance Zubehör.

Die Strassenverhältnisse von Stazzona bis nach Edolo verlangen viel Konzentration vom Fahrer und Materialeinsatz vom Fahrzeug, so dass man sich nachher über die guten Strassen runter bis zum Lago d’Iseo freut. In Brescia geht es dann auf die A21, gefolgt von einem Abschnitt auf der Autostrada del Sole, wiederum gefolgt von der A15 und der A12 bis man dann in Piombino am Hafen ankommt. Wer mehr Zeit hat als wir hatten, sollte unbedingt die Autobahn meiden um mehr von der schönen Landschaft in der Toskana zu entdecken.

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Enge Spitzkehren sind keine Seltenheit auf der Insel Elba.

In Piombino am Hafen legen in den Sommermonaten mehrmals täglich die Fähren der Fährgesellschaften (Toremar, Moby Lines, Blu Navy und Corsica-Sardinia Ferries) mit den Zielhäfen Portoferraio, Rio Marina und Cavo ab. Die Überfahrt dauert etwas mehr als eine Stunde. Tickets können vorab im Internet gebucht werden oder während den Öffnungszeiten der einzelnen Fährgesellschaften direkt im Hafen.

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Die Bi-Xenon Scheinwerfer vom Nissan 370Z Nismo MY2015.

Die Fähre kommt in Portoferraio an, was auch gleich die Inselhauptstadt ist. Mit über 12’000 Einwohnern wohnt hier mehr als ein Drittel der Bevölkerung von Elba. Für uns ging es dann direkt weiter zum über AirBnB gebuchten Haus (hier klicken um eine 24 CHF Reisegutschrift zu bekommen) welches oberhalb von Biodola lag.

Am nächsten Tag haben wir dann mit den zwei Fahrzeugen Nissan 370Z Nismo 2015 und BMW M235i M Performance die Insel erkundet und unter Anderem die fantastische Route hoch zum Monte Perone gefahren. Die sehr schmale Strasse führt an der Torre di San Giovanni vorbei, einem viereckigen Turm aus dem 12. Jahrhundert. Das Panorama und die Weitsicht von hier oben sind grossartig und ideal um einen Sonnenuntergang zu beobachten.

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Elba hat von Küstenstrassen mit schönem Ausblick bis anspruchsvollen Bergetappen mit unübersichtlichen Spitzkehren alles im Angebot.

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist die Route von Marina di Campo über Lacona nach Porto Azzurro. Besonders die Passstrasse zwischen Marina di Campo und Lacona mit sehr vielen anspruchsvollen Kurven war ein Highlight. Im Anschluss folgt dann die Abfahrt zum Küstenstädtchen Porto Azzurro welche grössenteils der Küste entlang führt.

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Die Bilderbuch-Landschaften auf Elba sind ein wahrer Augenschmaus.

Die wunderbaren Routen auf der Insel Elba, die zwar hin und wieder einige Strassenschäden aufweisen, aber durch Bilderbuch-Landschaften führen, geben uns Gelegenheit die zwei Sportwagen zu vergleichen. Während der Nissan 370Z Nismo 2015 noch immer auf einen 3,7-Liter-V6 mit 344 PS und 371 Nm bei 5200/min setzt, greift BMW für den M235i zum deutlich moderneren 3 Liter M Performance TwinPower Turbo 6-Zylinder mit 326 PS und 450 Nm bei 1300 – 4500/min.

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Die neue Front steht dem Nissan 370Z NIsmo 2015 ausgezeichnet.

Der 370Z Nismo war schon immer pulsierend, doch mit der neuen Frontstossstange, dem verkleinerten Heckflügel, den frechen LED Hypercolor-Tagfahrleuchten, den schwarz getönten Scheinwerfergehäusen, einer rot eingefärbten unteren Spoilerlippe, umgestalteten Seitenschwellern und neu-gestylten 19-Zoll-Leichtmetallfelgen von RAYS wird er zum regelrechten Hingucker.

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Beide Fahrzeuge verfügen über einen 6-Zylinder Motor und Heckantrieb, mehr Gemeinsamkeiten sucht man vergeblich.

Obwohl der BMW M235i mit dem BMW M Performance Aerodynamik Kit ausgestattet war, welches als Ergänzung zu dem ab Werk verfügbaren M Sportpaket erhältlich ist und nette Details wie den Carbon-Heckspoiler, den Diffusor-Einsatz für die Heckschürze, Aufsätze für die Seitenschweller, schwarze BMW Niere vorne und Carbon-Aussenspiegelkappen hatte, war seine Erscheinung im direkten Vergleich zum Nismo eher brav und zurückhaltend.

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Die Strassen von Elba waren das beste Terrain für das Treffen dieser zwei Sportwagen.

Im Innenraum kommt der neue Nissan 370Z Nismo nun mit ausgezeichneten Recaro-Sitzen, welche auf den berühmten Recaro Sportster basieren und viel Seitenhalt bieten. Leider blieb der gesamte Rest, ausgenommen der Schaltanzeige und der verbesserten Reaktionsgeschwindigkeit vom Touchscreen, praktisch unverändert wie bei der Markteinführung vom Basismodell Nissan 370Z im Jahre 2009. Der M235i Performance kann das besser, er wirkt im Innenraum deutlich hochwertiger, moderner und mit den BMW M Performance Details, wie dem Sportlenkrad in Alcantara-Carbon-Ausführung mit roter Mittenmarkierung, dem Carbon-Gangwahlschalter und dem Carbon-Handbremsgriff und den Interieurleisten in Carbon und Alcantara auch noch ebenso sportlich.

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Der Griff ins Regal von M Performance lohnt sich, der BMW versprüht Rennatmosphäre im Innenraum.

Im direkten Vergleich der Leistungsentfaltung sind sich die zwei sehr ebenbürtig, so betiteln auch beide die 0-100 km/h Zeit mit 5,2 Sekunden. In der Realität muss man jedoch beim Nissan 370Z Nismo sehr viel mehr arbeiten um schnell zu sein. Getriebe, Pedalen und Lenkung benötigen sehr viel mehr Kraftaufwand als beim BMW, vermitteln dabei aber auch ein sehr präzises und ehrliches Feedback, wie man es heute nur noch selten spürt.

Der Nissan kommt serienmässig mit mechanischem Sperrdifferential an der Hinterachse, das bei Tracktionsverlust vom kurveninneren Rad mittels Sperrwirkung mehr Antriebskraft auf das äussere Rad überträgt. So wird die Motorleistung optimal in Vortrieb umgesetzt, um beispielsweise noch dynamischer aus einer Kurve heraus zu beschleunigen. Beim BMW ist das BMW M Performance Sperrdifferenzial leider nur optional erhältlich und war in unserem Fall nicht an Bord.

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Der BMW M235i hat deutlich mehr Drehmoment, während der Nissan 370Z Nismo mit mehr Rückmeldung trumpft.

In engen Haarnadelkurven, wie man sie in Elba häufig trifft, fehlen dem Nissan eindeutig die Newtonmeter bei niedrigen Drehzahlen. So war der BMW in diesen Situationen, trotz fehlendem Sperrdifferential, im Vorteil. Die Bremsen vom BMW M235i sind allerdings enttäuschend. Das Pedal gibt keine klare Rückmeldung und der Druckpunkt ist bei weitem nicht so bissig wie beim Nissan 370Z Nismo MY2015. Abhilfe würde vielleicht die BMW M Performance Bremsanlage mit wahlweise rot, gelb oder orangefarben lackierten Bremssätteln sorgen, die aber wiederum bei uns nicht verbaut war.

Beim Fahrwerk ist der Nismo etwas härter abgestimmt, liegt aber so ausgezeichnet in der Kurve, dass man ihm einige Schläge in den Rücken des Fahrers gerne verzeiht. Zusammen mit der „Synchro Rev Control“, dem Zwischengas-System von Nissan, kommt richtig Freude auf, mal wieder so zu fahren wie zu Zeiten als es noch keine Doppelkupplungsgetriebe, Antriebs-Schlupf-Regelungen und Auto Start Stop Funktionen gab.

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Der #RoadtoElba Trip war ein voller Erfolg und der nächste Roadtrip ist bereits in Planung.

Insgesamt vermittelt der Nissan 370Z Nismo 2015 mehr das ehrliche, aber raue Oldschool-Sportwagenfeeling gemischt mit etwas Nervenkitzel von der Rennstrecke, während der M235i mit mehr Komfort, dem moderneren Interieur und mehr Punch bei niedrigen Drehzahlen lockt.

1 Kommentar

  • sir84 sagt:

    Ich liebe den 370Z. Der 235i sieht harmlos aus und den Innenraum finde ich vom BMW hässlich vorallem die Sitze oh je. Sportlich ist da nur der Motor. Bin den Z4 35 und den 235i gefahren Vom Fahrwerk ist der Z4 eine Katasrophe schwammig usw. Der 235 i gibt auch zu wenig Feedback. Mann muss wohl mit dem m2 dann liebäugeln wenn man wirklich was sportliches will. Der 370z ist noch ein richtiger Sportler. Fahrwerk, Bremsen echt super. Der Motor ist ok hat Eben Keine Aufladung. Aber für den Preis echt ein Knaller. Da muss man schon das doppelte für ein BMW ausgeben. Und für 10 tausend bekommt man für den 370Z ein Stillen Kompressor mit 462ps. Dann hat der Z4 35 is nichts mehr zu melden, desweiteren hat man immer noch 10 tausend gesparrt gegenüber BMW. Ach so der 370z hat Jetzt eine Akebono Bremsanlage. Scheiben und Beläge mit machen Für 480€. Wo gibt es das bei Benz BMW Und Co???

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